Odie's Geschichte

 


Auf dieser Seite, könnt Ihr etwas über mich erfahren !

Es gab eine Zeit, an die ich mich aber kaum noch erinnern kann, da lebte ich einmal bei anderen Menschen.
Und dann kam der Tag, als man mich in ein Heim brachte.
Dieses Heim, wurde Tierheim genannt und es war alles andere als angenehm !
Kleine karge Zellen, mit Gittern an der Tür. Dort kam ich mir wie im Gefängnis vor und dabei hatte ich überhaupt nichts schlimmes angestellt.

Doch dann, an einem Tag, kam eine sehr nette Frau in das Tierheim.
Und als sie mich gesehen hatte, wie ich so traurig in meiner Zelle lag, ist sie nicht mehr von meiner Seite gewichen.


Mein Frauchen


Diese nette Frau, ist jetzt mein neues Frauchen und sie tut wirklich alles für mich.
Ich kann nur sagen, ich hatte wirklich ziemliches Glück gehabt !

Die erste Zeit über, habe ich erstmal so getan, als wenn ich ein ganz braver und total bescheidener Hund wäre.
Doch als ich dann bemerkt habe, daß mein neues Frauchen und auch ihre Tochter, mich wirklich lieb hatten, da konnte ich dann langsam mal versuchen, meinen Willen durchzusetzen.

Wir sind viel spazieren gegangen und immer an neuen Orten, damit ich die Umgebung auch mal kennen lernen konnte.
An einem sehr schönen Tag, sind wir dann in einer Kleingartenkolonie spazieren gewesen.
Ich fand die Gärten dort ja recht nett, doch so wirklich gefallen hat mir keiner.
Doch dann, plötzlich, da war er !
Es war ein großes leeres Grundstück, total verwildert und ich habe mich sofort in diesen Garten verliebt.
Nur wie macht man einem Menschen klar, das man genau diesen Garten haben will ?

Das einzige, was mir in diesem Moment einfiel, war mich mit allen vier Pfoten gegen ein Weitergehen zu streuben.

Hartnäckig stemmt ich mich mit aller meiner Kraft dagegen.
Und zumindest für einen Augenblick hatte ich das Gefühl, daß man mich verstanden hatte.
Nach einiger Zeit, hielt ich es für angebracht, langsam weiter zu gehen, mich aber immer wieder zu diesem wunderschönen Garten umzudrehen.

Da ich an diesem Tag nur mit der Tochter von meinem Frauchen unterwegs war, mußte ich das nun auch noch irgendwie meinem Frauchen beibringen und hoffte dabei auf die Hilfe ihrer Tochter.

Und scheinbar war ich überzeugend.
Denn schon ein paar Tage später, sind wir wieder dort hingefahren.

Sofort habe ich den Weg dahin wieder erkannt und konnte schon während der Autofahrt meine Freude darüber kaum noch zügeln.
Kaum hatten wir draußen auf der Straße einen Parkplatz gefunden, als ich auch schon loslief, zu dem wunderschönen Grundstück. Ich war sicher, mein Frauchen und ihre Tochter waren nur hier her gefahren, damit auch mein Frauchen den Garten mal sehen kann.

Da ich nicht wollte, daß sich meine beiden Begleiter noch andere Gärten ansehen, bin ich recht schnell gelaufen und die Beiden hatten fast Schwierigkeiten, mir zu folgen.
Doch als ich dann endlich wieder vor der Gartentür meines Traumgrundstücks stand, blieb ich sofort stehen und setzte mich davor.
Schließlich sollte auch gar kein Zweifel daran bestehen, das ich ganz genau diesen Garten wollte.

Mein Frauchen und ihre Tochter haben sich den Garten dann von außen etwas genauer angesehen und stellten fest, das es sicher eine ganze Menge Arbeit machen würde, bis das Grundstück wieder halbwegs wie ein Garten aussah.
Natürlich hoffe ich inbrünstig, daß sie endlich mal die Tür aufmachen würden, damit ich rein konnte um dort etwas rum zu toben, aber das taten sie an diesem Tag leider nicht.
Stattdessen wollten sie plötzlich weiter gehen !
Wie bereits beim letzten Mal, streubte ich mich, die Beiden zu begleiten. Man kann sich schließlich nie so ganz sicher sein, ob die Menschen auch wirklich verstehen, was man von ihnen erwartet.
Wir gingen jedoch nicht gleich wieder zum Auto zurück, sondern den Weg weiter, bis wir zu einem kleineren runden Platz kamen, auf dessen rechter Seite sich zwei kleinere Häusere befanden, die durch einen schmalen Weg getrennt waren.
In einem dieser Häuser befand sich ein kleiner Laden und das andere Haus war abgeschlossen.

Mein Frauchen laß einen Zettel, der in einem Kasten neben der Tür hing und erklärte dann, das die Sprechzeiten jeden ersten Sonntag im Monat wären.
"Was für Sprechzeiten ?" fragte ich mich. Doch was damit gemeint war, erfuhr ich erst etwas später.

Erstmal machten wir uns wieder auf den Rückweg zu unserem Wagen, wobei wir abermals an "meinem" wunderschönen Grundstück vorbei kamen und ich mich natürlich gleich noch einmal vor die Tür setzte, um auch ja keine Mißverständnisse entstehen zu lassen.
Nach einigen Überredungsversuchen, seitens meines Frauchens und ihrer Tochter, hielt ich es für angebracht, mich nun auch auf den Heimweg zu begeben. Allerdings schaute ich mich noch einige Male um, denn am liebsten wäre ich doch so gerne mal in den Garten rein gegangen, aber daß hatten mir die beiden ja einfach nicht erlaubt.

In den nächsten Tagen fuhren wir erst mal nicht wieder dort hin.
Statt dessen sind wir dann immer etwas raus gefahren, dorthin, wo es auch in einer Großstadt noch freie Felder gibt und es auch etwas ländlicher aussieht.
Für eine kurze Zeit, hat mich das sogar davon abgehalten, an meinen wunderschönen Garten zu denken.
Ich habe Schafe und Pferde gesehen.
Und irgendwie ist dann wohl mein Schäferhund Erbe durch gekommen.
Die Schafe waren zwar leider eingezäunt, aber trotzdem habe ich es mir nicht nehmen lassen, erst mal um den Zaum zu rennen und mit lautem gebelle die Schafe auch zusammen zu treiben.
Die meisten der Schafe taten auch genau das, was ich von ihnen erwartet habe, nur drei wollten sich einfach nicht davon überzeugen lassen, sich zu der Gruppe zu stellen.
Ganz gleich, wie laut ich auch gebellt habe.
Nach einiger Zeit sind wir dann erstmal weiter gegangen.
Dir Pferde, waren mir beim ersten Anblick zwar etwas unheimlich, aber als ich festgestellt hatte, das es keine Hunde waren, mochte ich sie gleich.
Wir warten über ein großes Feld spaziert, als ich in der Ferne zwei Pferde sah, auf denen tatsächlich Menschen saßen.
Irgendwie hatten die beiden Pferde eine merkwürdige Gangart und ich versuchte auch gleich, diese zu kopieren.
Für eine Weile hat dieses Traben ja auch Spaß gemacht, aber dann war mir das doch zu anstrengend und ich habe lieber wieder meine gewohnte Gangart angenommen.
In der nächsten Zeit, sind wir dann öfters an diesen tollen Ort, der sich Lübars nennt, gefahren.
Und obwohl ich mich dort sehr wohl gefühlt habe, mußte ich doch immer wieder an den Garten denken.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, das mein Frauchen und ihre Tochter aber keinen Gedanken mehr daran verschwendeten, den sie sind erstmal nicht wieder mit mir dort hin gefahren.

Wenn wir nicht nach Lübars zu den Schafen und Pferden gefahren sind, waren wir in einem riesigen Park, der sich Rehberge nennt.
Gut, ich gestehe, daß es mir dort auch gefallen hat. Immerhin konnte ich da mal richtige Wildschweine sehen, die zum Glück eingezäumt waren.

An einem anderen Wochenende, bin ich mit der Tochter von meinem Frauchen dann mal etwas weiter weg gefahren.
Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, daß sie alles versuchten, um mich von meinem wunderschönen Garten abzulenken, doch egal was sie anstellten, daß gelang ihnen sowieso nicht.
An diesem einen Wochenende jedenfalls, fuhren wir in den Grunewald. Ein unglaublich großes Waldgebiet, mitten in Berlin. Sogar einen See gibt es dort, wo fast nur Hunde baden dürfen. Richtig schön !

Gemütlich sind wir durch den Wald spaziert, wobei wir immer darauf geachtet haben, daß wir nicht zu vielen anderen Hunden begegnet sind.
Ich mag andere Hunde halt nicht, obwohl ich leider auch nicht so genau weiß warum.
Wir waren gerade ziemlich tief drin im Wald und außer uns war eigentlich niemand mehr zu sehen, doch plötzlich kamen hinter einigen Büschen Wildschweine hervor.
Diesmal leider nicht eingezäunt, sondern so richtig freilebende !
Und außerdem hatten sie auch noch ihre Jungen dabei.
Im ersten Augenblick war ich mir nicht so ganz sicher, ob ich sie nun anbellen sollte, oder nicht. Aber da sich meine Begleiterin auch ruhig verhielt und vorsichtshalber erstmal stehen geblieben war, entschloß ich mich, auch ruhig zu bleiben.

Die Wildschweine schienen uns zwar bemerkt zu haben, aber da wir noch ein gutes Stück von ihnen entfernt waren, beachteten sie uns nicht.
In dem Moment, als wir uns ganz langsam in die andere Richtung bewegen wollten, kam ein Mann, mit einem Hund zwischen den Bäumen hervor.
Da konnte ich mich einfach nicht beherrschen, ich mußte einfach bellen !
Und auch der andere Hund wollte nicht länger ruhig bleiben.
Obwohl wir beide zwar recht laut bellten, verstand ich gerade noch so, daß der Mann und sein Hund auch schon eine ganze Weile durch den Wald liefen und ständig den Wildschweinen begegneten.
Ebenso wie wir wollten sie auch nur möglichst schnell und weit weg von den Wildschweinen.
Die fühlten sich inzwischen anscheinend auch etwas gestört von unserem Gebelle und setzten sich ganz langsam in unsere Richtung in Bewegung.

Nach einer sehr knappen Verabschiedung machten wir uns auch dran, das Waldgebiet so schnell wie möglich wieder zu verlassen.
Leider hatte das etwas länger gedauert und langsam wurde es auch schon dunkel, aber nach einiger Zeit hatten wir die Wildschweine abgehängt und die relativ sichere Straße wieder erreicht.

Als ich an diesem Abend wieder zu Hause war, wollte ich nur noch was zu fressen und mich dann erstmal ganz gemütlich hinlegen.
Ich habe dabei jedenfalls festgestellt, daß mir Wildschweine eingezäunt wesentlich lieber sind, als wenn man ihnen so im Wald begegnet.

Während der Woche war ich dann abwechselnd in Lübars und den Rehbergen und langsam ging ich wirklich davon aus, das mein Frauchen und ihre Tochter nicht mehr den geringsten Gedanken an den Garten verschwendeten.
Aber wie sich herausstellte, hatte ich mich da getäuscht.
Denn bereits am nächsten Sonntag, sind wir mit dem Auto wieder die Strecke gefahren, von der ich wußte, daß sie direkt zum Garten führen würde.
Und ich lag richtig ! Ich erkannte die Straße in der wir dann anhielten sofort wieder und auch an den Weg zum Garten konnte ich mich noch ganz genau erinnern.
Da man sich bei Menschen ja nie so richtig sicher sein kann, ob sie wirklich begreifen, was man von ihnen erwartet, zog ich sie zielstrebig gleich wieder vor das Eingangstor des Gartens und setzte mich auch diesmal wieder davor.
Einen kleinen Augenblick, blieben mein Frauchen und ihre Tochter auch wieder davor stehen und schauten sich den Garten abermals ganz genau an.
Nachdem sich die Beiden kurz unterhalten hatten, ging mein Frauchen plötzlich ohne uns weiter !
In dem Augenblick war ich mir nicht ganz sicher, was ich machen sollte.
Ich hatte die Wahl, mit der Tochter vor meinem geliebten Garten stehen zu bleiben, oder meinem Frauchen nach zurennen, die sich zielstrebig in Richtung des runden Platzes mit den zwei Häuschen bewegte.
Nachdem ich kurz nachgedacht hatte, entschloß ich mich doch, lieber mal meinem Frauchen zu folgen, schließlich wollte ich ja doch wissen, wo sie hinging.
Diesmal allerdings, schien meine Begleiterin kein besonders großes Interesse daran zu haben, weiter zu gehen.

Es dauerte eine ganze Weile, bis sie sich endlich dazu durchringen konnte, sich ebenfalls in Bewegung zu setzen.
natürlich war mein Frauchen inzwischen nicht mehr zu sehen.
Aber da ich ja ein Hund bin und angeblich eine gute Nase habe, dachte ich mir, ich würde sicher erschnüffeln, wo sich mein Frauchen jetzt befand.

Als wir dann auch auf dem runden Platz ankamen, bemerkte ich, daß in dem Haus, was beim letzten mal abgeschlossen war, ein reger Betrieb herrschte.
Ich war mir ziemlich sicher, das mein Frauchen in diesem Haus war.
Nur was um alles in der Welt wollte sie dort ?

Wir mußten eine ganze Weile draußen stehen bleiben, bevor mein Frauchen dann auf einmal aus dem Haus kam.
Ohne groß etwas zu sagen, gingen wir, nun wieder gemeinsam, den gleichen Weg zurück, den wir gekommen waren.
Was bedeutete, daß wir auch noch mal an meinem Garten vorbei kamen.
Auf dem Weg fingen meine Begleiter an sich zu unterhalten.
Am meisten redete mein Frauchen und als wir vor dem Grundstück ankamen, blieben sie sogar von sich aus stehen.
Ich bedaure wirklich, daß Menschen eine so komische Sprache haben !
Einiges kann ich ja zwar verstehen, aber wenn sie sich so angeregt unterhalten, fällt es mir doch schwer, sie zu verstehen.
Aber irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, daß sich ihre Unterhaltung um meinen Garten drehte.
Immer wieder sahen sie sich den Garten genau an und zeigten hin und wieder auf irgendwelche Stellen auf dem Grundstück.
Ich befürchtete langsam, daß sie, wenn sie sich den Garten genauer ansehen würden, sie ganz sicher keine große Lust mehr darauf hatten, mir dieses schöne Grundstück zu kaufen.
Mir war schon klar, das er vielleicht nicht besonders schön aussah.
Er hatte weder einen Rasen, noch irgendetwas das wie ein Wasser oder Stronanschluß aussah.
Eigentlich war es nur ein wildbewachsenes Grundstück mit ein paar Bäumen und merkwürdigen Sträuchern, die schon so alt waren, daß sie auch wie kleine Bäume wirkten.
Auf Menschen mag das vielleicht nicht so einen tollen Eindruck machen, aber für einen Hund war es einfach der ideale Ort.

Erst nach einer ganzen Weile, machten wir uns langsam auf den Weg zurück zum Auto.
Und auch dieses mal durfte ich nicht mal für ein paar Minuten, oder wenigstens Sekunden hinein in den Garten.
Warum sind sie dann nur wieder mit mir hier her gefahren ?
Als wir dann später wieder zu Hause waren, habe ich mich erstmal auf die Couch gelegt, die Augen geschlossen und davon geträumt, wie schön es wäre in meinem Garten rumtollen zu können.

Doch bereits am nächsten Tag schienen mein Frauchen und ihre Tochter den Garten schon wieder vergessen zu haben.
Wie bereits in den vorangegangenen Tagen sind wir in die Rehberge gefahren und sind auch noch durch ein paar andere nette Parks spaziert. Aber nichts von alledem konnte mich davon abbringen, an meinen Garten zu denken.

Doch dann, nach einigen Wochen, ich denke mal, es waren so ungefähr vier, obwohl es mir wesentlich länger vorkam, fuhren wir ganz überraschend wieder zu meinem Garten.
Vor lauter Freude konnte ich mich kaum noch zügeln. Als wir den Wagen abgestellt hatten, zog ich natürlich gleich wieder zu meinem absoluten Lieblingsplatz !
Wie auch schon beim letzten mal, blieb mein Frauchen nicht bei uns, sondern ging wieder zu diesem Haus auf dem runden Platz. Und natürlich wollte ich ihr wieder nachgehen, aber leider hielt mich Frauchen's Tochter fest und anstatt wir meinem Frauchen folgten, ging sie mit mir in eine ganz andere Richtung.
Weg von meinem Garten und weg von meinem Frauchen !
Um ehrlich zu sein....ich war empört !
Nachdem wir dann einige Zeit durch die Gartenkolonie gelaufen waren, kamen wir auf einmal zu dem runden Platz, wo mein Frauchen hingegangen war.
Etwas überrascht mußte ich feststellen, das man auch aus anderen Richtungen dort hinkam. Und zum Glück dauerte es dann auch nicht mehr lange, bis Anne, wie mein Frauchen heißt, wieder aus diesem merkwürdigen Häuschen kam.

Als wir uns dann wieder auf den Rückweg machten, diesmal war es wieder der Weg, den ich auch kannte, kamen wir natürlich auch wieder an meinem Garten vorbei, wo ich logischerweise lieber nochmal stehen blieb.
Auch meine beiden Begleiter schauten sich den Garten wieder sehr genau an. Nur das einzige, was ich nicht verstand, war die tatsache, daß sie einfach nicht die Tür aufmachten, damit ich wenigstens einmal durch meinen Garten rennen konnte.
Was nutzt einem so ein schönes Grundstück schon, wenn man nicht mal rein darf.

Aber wer weiß, vielleicht war ich ja auch der einzige, der wußte das es MEIN Garten war !

Dieses Spiel, daß wir scheinbar einmal im Monat zu meinem Garten fuhren und dann so getan wurde, als würde es den Garten überhaupt nicht geben, spielten Anne und ihre Tochter noch eine ganze Zeit mit mir.
Ich kann nicht behaupten, daß es mir großen Spaß gemacht hat !

Als wir dann wieder mal an einem Sonntag in die Gartenkolonie gefahren sind und mein Frauchen natürlich auch wieder in diesem Häuschen war, passierte etwas ganz unerwartetes.
Wie immer kamen wir auf dem Rückweg an meinem Garten vorbei und diesmal öffneten sie die Tür und ließen mich rein !
Im ersten Augenblick konnte ich es gar nicht glauben. Ich war am Ziel meiner Träume.
Da ich nun schon so lange auf desen Augenblick gewartet hatte, nutze ich die Gelegenheit und tobte wie ein Wilder über das Grundstück.
Haufenweise Stöckchen lagen dort und über einige von denen habe ich mich auch gleich her gemacht.
Leider wollten meine Begleiter nicht sehr lange bleiben und schon nach kurzer Zeit, riefen sie mich.
Nach einigem zögern entschloß ich mich dann, mal zu gehorchen und mich zusammen mit ihnen wieder auf den Heimweg zu begeben.

Diesmal dachte ich wirklich, daß wir nun öfters zu meinem Garten fahren würden und ich mich dort nach Herzenslust austoben durfte.
Aber natürlich taten die Beiden mal wieder so, als gäbe es meinen Garten überhaupt nicht.
Wie auch in den vielen Wochen davor, fuhren wir in verschiedene Parks oder Wälder.
So langsam fing es draußen auch an ziemölich kalt zu werden.
Mir persönlich macht der Winter ja eigentlich nicht soviel aus, aber die anderen Mitglieder meiner Familie schienen die niedrigen Temperaturen weniger schön zu finden.
Wann immer wir rausgingen, zogen sie sich warm an.
Was bin ich froh, ein Hund zu sein, ich muß mir wenigstens nicht so viel anziehen, mir ist auch so immer warm. Schließlich habe ich ein dickes Fell und wenn man sich viel bewegt, wird einen eh warm.

Irgendwie hatte ich das Gefühl, das hinter den Besuchen bei meinem Garten ein System dahinter stecke.
Regelmäßig einmal im Monat fuhren wir nämlich hin.
Inzwischen kannte ich das Spiel ja nun schon, mein Frauchen ging wieder zu dem Haus auf dem runden Platz, während ich mir mit ihrer Tochter die Zeit vertrieb in dem wir durch die Gartenkolonie spazierten.

Doch irgendwie war es an diesem Tag anders. Ich konnte zwar nicht sagen, woran es lag, aber ich spürte es ganz deutlich.


An diesem Sonntag brauchte mein Frauchen ganz schön lange, bis sie wieder kam. Mit der Tochter von meinem Frauchen hatte ich nun schon bereits fast die ganze Kolonie durchquert und noch immer war meine "Mamma", wie ich mein Frauchen ganz gerne mal nenne, nicht wieder da.

Doch als ich sie dann endlich entdeckt hatte, rannte ich auch gleich zu ihr. Allerdings mußte ich aufpassen, daß ich sie vor lauter Freude nicht gleich umschmiß.

Natürlich ging ich davon aus, daß wir auch diesmal gleich wieder zum Auto zurück gingen. Doch da hatte ich mich geirrt !

Wie bereits beim letzten Mal, öffneten meine Begleiter auf dem Rückweg die Tür zum Garten und ich durfte wieder auf meinem geliebten Grundstück rumtoben.

Da ich nicht gleich wieder gehen wollte und etwas länger in meinem Garten bleiben wollte, als beim letzten mal, tat ich erstmal so, als wäre ich ganz alleine und würde die Beiden nicht sehen.
Aber anscheinend hatten sie es diesmal auch nicht so eilig, wieder weg zu gehen.
Ausführlich sahen sie sich den Garten an. Die vielen dicken Sträucher, die Bäume und sogar den Zaun.
Ich fragte mich zwar, was das sollte, aber da ich in meinem Garten spielen konnte, war es mir egal was sie da machten und wie lange sie dazu brauchten.
Hauptsache ich konnte richtig schön lange bleiben.

Als wir uns dann nach sehr langer Zeit auf den Heimweg machten, war ich ganz schön müde geworden, aber auch glücklich, endlich mal so richtig lange in meinem Garten gewesen zu sein.
Schließlich mußte ich ja davon ausgehen, daß ich mal wieder ein paar Wochen warten mußte, bis ich das nächste mal herkam.

Doch diesmal hatte ich mich getäuscht ! Es dauert überhaupt nicht lange, bis wir das nächste mal dort hin fuhren.

Am nächsten Tag kam die Tochter von meinem Frauchen schon recht früh zu uns.
Zwar habe ich mich gefragt, warum sie schon so früh kommt, aber da ich sie gerne mag, war es mir eigentlich egal. Hauptsache sie war da.
Natürlich ging ich davon aus, daß sie mich wie jeden Tag abholte, um mit mir spazieren zu gehen. Und so wie es aussah, wollte auch mein Frauchen diesmal mitkommen, worüber ich mich ganz besonders gefreut hatte.
Am liebsten gehe ich nämlich mit den beiden zusammen raus !

Wie auch am Vortag sind wir dann zum Auto gegangen und los gefahren. Doch natürlich nicht in Richtung meines Gartens.
Wäre ja auch zu schön gewesen.
Stattdessen fuhren wir nicht mal so weit weg. Nach wenigen Minuten schon hielten wir vor einem Gebäude. Da dort immer wieder Leute rauskamen und ziemlich schwer bepackt waren, schloß ich, daß es wohl eine Art Kaufhaus, oder so was war.
Jedenfalls mußte ich diesmal im Auto warten und durfte nicht mit rein. Aber da ich ganz gerne im Auto bin, war das nicht ganz so schlimm.

weiter




 

 
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